Wenn Sie den Verlust von Wissen beim Fach- und Führungskräftewechsel verhindern und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter verbessern oder beschleunigen wollen, kommt in der Regel eine der unten genannten Methoden in Frage. Welche der angegebenen Lösungen am besten passt, hängt von Ihrer konkreten Situation ab.
Nutzen Sie den Erfahrungsaustausch mit Experten und anderen KMU im Rahmen einer Wissenswerkstatt, um die richtige Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.
Wissensmanagement-Lösung: Wissenslandkarte
Eine Wissenslandkarte gibt einen Überblick über Wissensgebiete und Aufgabenfelder durch eine strukturierte visuelle Darstellung unter- oder zugeordneter Themen und deren Zusammenhängen. Sie kann außerdem als Gesprächsleitfaden für den Austausch von Erfahrungswissen dienen – bspw. beim Ausscheiden von Mitarbeitern.
Hier wird beschrieben, wie sich Wissenslandkarten unaufwändig erstellen lassen und wie sie den Wissensaustausch im Unternehmen beschleunigen und effizienter machen.
Wissensmanagement-Lösung: Wissensbaum
Der Wissensbaum ist eine Methode, durch die individuelle Kompetenzbereiche von Personen visualisiert werden, um die Weitergabe von Erfahrungswissen, z.B. bei ausscheidenden Mitarbeitern zu fördern. Im Gegensatz zur Wissenslandkarte fördert der Wissensbaum die Verständigung über Werte und persönliche Annahmen, die dem Erfahrungswissen zu grunde liegen. Daher ist er insbesondere für Unternehmen geeignet, die vor einem umfassenden Generationswechsel und einem damit verbundenen Wertewandel stehen.
Wissensmanagement-Lösung: Erfahungsberichte
Der Erfahrungsbericht ist eine Methode, die den Transfer von Erfahrungswissen fördert. Dabei berichtet ein Experte, z.B. ein ausscheidender Mitarbeiter, mündlich von einem vorher als relevant identifizierten Wissensgebiet. Die Zuhörer, z.B. nachfolgende oder neue Mitarbeiter, werden im Anschluss gebeten bestimmte Aspekte aus den Erzählungen herauszufiltern (z.B. Schlussfolgerungen ,Erfolgsfaktoren, Barrieren). Dadurch wird vermieden, dass Erfahrungen des Ausscheidenden im Gespräch einfach bestätigt oder mit einem zustimmenden Nicken zur Kenntnis genommen werden. Dieses Feedback hilft dem Erzähler zu erkennen, was er im weiteren Dialog ggf. noch anders oder detaillierter verständlich machen muss, damit Erfahrungswissen vermittelt werden kann, dass nicht problemlos verbalisierbar ist.
Weiterlesen: Erfahrungsberichte
Wissensmanagement-Lösung: Mentoring
Beim Mentoring erhalten neu einzuarbeitender Mitarbeiter eine erfahrene Person (Mentor/in) als Ansprechpartner für die regelmäßige Reflexion des Einarbeitungsprozesses. Die einzuarbeitenden Mitarbeiter werden dabei unterstützt, das Erfahrungswissen des Mentors in ihren eigenen Arbeitszusammenhang zu integrieren und zusätzliche Kompetenzen zu erwerben.
Wissensmanagement-Lösung: Einarbeitungshandbücher
Einarbeitungshandbücher dokumentieren alles, was für einen guten Einarbeitungsprozess notwendig ist. Die erste Version kann sehr unvollständig sein. Jeder Einzuarbeitende erhält den Auftrag, das Handbuch im Rahmen seiner Einarbeitungszeit zu ergänzen. Dadurch wird es kontinuierlich weiterentwickelt.
Weiterlesen: (Weiter)entwicklung von Einarbeitungshandbüchern
Wissensmanagement-Lösung: Debriefing
Ein Debriefing (Synonyme: Projektauswertung, Lessons-Learnt-Workshop, Prozessreflexion, After Action Review) ist eine Methode zur Auswertung von Erfahrungen z.B. aus Projekten. Durch die methodisch gestützte Moderation werden die gesammelten Erfahrungen der Beteiligten reflektiert. Daraus werden Schlussfolgerungen gezogen, um Erfolge zu wiederholen und aus Fehlern zu lernen. Ein Debriefing kann auch sinnvoll sein, um Erfahrungswissen von ausscheidenden Mitarbeitern weiterzugeben, wenn diese hauptsächlich in der Projektarbeit tätig waren.




