Wenn das Praxisproblem 5: Mangelnde Auswertung von Wissen & Erfahrung und in Ihrem Unternehmen existiert, kommen folgende Methoden für Sie in Frage. Welche der angegebenen Lösungen am besten passt, hängt von Ihrer konkreten Situation an.
Empfehlung:
Machen Sie sich mit den Lösungen vertraut.
Prüfen Sie, welche Lösung am besten zu Ihrem Unternehmen passt.
Prüfen Sie, wie die ausgewählte Lösung an Ihre konkrete Situation angepasst werden sollte.
Nutzen Sie den Erfahrungsaustausch mit Experten und anderen KMU im Rahmen einer Wissenswerkstatt, um die richtige Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.
Wissensmanagement-Lösung: Debriefing
Ein Debriefing (Synonyme: Projektauswertung, Lessons-Learned-Workshop, Prozessreflexion, After Action Review) ist eine Methode zur Auswertung von Erfahrungen z.B. aus Projekten. Durch die methodisch gestützte Moderation werden die gesammelten Erfahrungen der Beteiligten reflektiert. Daraus werden Schlussfolgerungen gezogen, um Erfolge zu wiederholen und aus Fehlern zu lernen.
Wissensmanagement-Lösung: Mikro-Artikel
Ein Mikro-Artikel dokumentiert auf ca. einer Seite eine Erfahrung, die eine Person in einer bestimmten Situation gemacht hat. Durch die vorgegebene Form des Mikro-Artikels wird sicherstellt, dass die beschriebene Erfahrung - auch nach längerer Zeit noch - für den Autor und auch für Dritte gut verständlich ist. Auf diese Weise werden auch individuelle Erfahrungen im Unternehmen nutzbar gemacht.
Wissensmanagement-Lösung: Erfahungsberichte
Der Erfahrungsbericht ist eine Methode, die den Transfer von Erfahrungswissen fördert. Dabei berichtet ein Experte, z.B. ein ausscheidender Mitarbeiter, mündlich von einem vorher als relevant identifizierten Wissensgebiet. Die Zuhörer, z.B. nachfolgende oder neue Mitarbeiter, werden im Anschluss gebeten bestimmte Aspekte aus den Erzählungen herauszufiltern (z.B. Schlussfolgerungen ,Erfolgsfaktoren, Barrieren). Dadurch wird vermieden, dass Erfahrungen des Ausscheidenden im Gespräch einfach bestätigt oder mit einem zustimmenden Nicken zur Kenntnis genommen werden. Dieses Feedback hilft dem Erzähler zu erkennen, was er im weiteren Dialog ggf. noch anders oder detaillierter verständlich machen muss, damit Erfahrungswissen vermittelt werden kann, dass nicht problemlos verbalisierbar ist.




